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Das Regensburger Start-up Daedalus Defence sorgt mit seiner innovativen Technologie zur Drohnenabwehr für Aufmerksamkeit. In einem aktuellen Fernsehbeitrag von TVA wurde das junge Unternehmen vorgestellt, das im Start-up Lab der OTH Regensburg an einer Lösung arbeitet, um gefährliche oder unerlaubt eingesetzte Drohnen sicher aus dem Luftraum zu entfernen.
Drohnenabwehr ohne Zerstörung
Während viele bestehende Systeme darauf abzielen, Drohnen zu stören oder abzuschießen, verfolgt Daedalus Defence einen anderen Ansatz: Fremde Flugobjekte sollen nicht zerstört, sondern mit einem Netz eingefangen werden.
Bei ersten Demonstrationen konnte das Team bereits zeigen, wie das System funktioniert. Eine speziell entwickelte Abwehr-Drohne verfolgt ihr Ziel, bringt sich in Position und wirft ein Fangnetz aus. Die fremde Drohne wird dadurch eingefangen und kontrolliert gesichert. Der große Vorteil: Gefährliche Trümmerteile, die bei einer Zerstörung aus großer Höhe entstehen könnten, werden vermieden.
Entwicklung im Start-up Lab der OTH Regensburg
Die Technologie entsteht im Start-up Lab der OTH Regensburg. Dort arbeitet das Gründerteam kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner Prototypen und Einsatzszenarien. Aktuell wird die Abfangdrohne noch von einem Piloten gesteuert, der mithilfe einer VR-Brille in Echtzeit die Perspektive der Drohne einnehmen kann. Dadurch lassen sich auch anspruchsvolle Flugmanöver präzise durchführen. Für besondere Gefahrensituationen wurde das System zusätzlich erweitert. Sollte sich an der eingefangenen Drohne eine potenziell gefährliche Ladung befinden, kann das Netz mit dem Zielobjekt kontrolliert abgeworfen werden, um Risiken zu minimieren.
Künstliche Intelligenz als nächster Entwicklungsschritt
Langfristig verfolgt Daedalus Defence ein noch ambitionierteres Ziel: Die Drohnenabwehr soll künftig weitgehend autonom funktionieren.
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz sollen verdächtige Flugobjekte automatisch erkannt, verfolgt und schließlich abgefangen werden. Dadurch könnten Reaktionszeiten verkürzt und der Einsatz der Technologie noch effektiver gestaltet werden.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Die potenziellen Anwendungsfelder sind vielfältig. Denkbar ist der Einsatz an Flughäfen, zum Schutz kritischer Infrastruktur oder bei Großveranstaltungen. Auch Justizvollzugsanstalten könnten von der Technologie profitieren, etwa um unerlaubte Drohnenflüge und den Transport verbotener Gegenstände zu verhindern.
Von der Hochschule in den Markt
Mit Unterstützung der OTH Regensburg konnte Daedalus Defence bereits mehrere Prototypen entwickeln und wichtige Praxiserfahrungen sammeln. Als nächster Schritt plant das Team die Markteinführung einer manuell gesteuerten Abwehr-Drohne. Auf dieser Grundlage sollen weitere Erfahrungen gesammelt und Kundenanforderungen in die Weiterentwicklung einfließen.
Der Fernsehbeitrag von TVA zeigt eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial im Start-up Lab der OTH Regensburg steckt. Daedalus Defence ist ein Beispiel dafür, wie aus einer Idee an der Hochschule zukunftsweisende Technologien entstehen können, die gesellschaftlich relevante Herausforderungen adressieren und neue Maßstäbe im Bereich der Sicherheitstechnik setzen.
Zu sehen ist der Beitrag unter: https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/regensburg-startup-entwickelt-drohne-zur-abwehr-gefaehrlicher-flugobjekte/
Foto (Quelle Wolfgang Voigt): Daedalus Defense während des Drehs für den TVA-Beitrag